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Wer bin Ich?
Jeden Tag versuchen wir, mit den dazugehörenden Aufgaben, den Tag zu bewältigen.
Viele empfinden, dass sie gelebt werden. Der Einflussbereich vieler Menschen ist sehr eingegrenzt. und ist er größer, muss viel investiert werden und manchmal zuviel. Am Arbeitsplatz steigt stetig der Druck. Die Angst vor Arbeitsplatzverlust greift um sich. Im finanziellen Bereich werden bei den Nachrichten der "immer" größeren sozialen Einschnitte die Sorgen größer. Das Vertrauen in die Politiker ist gering.
Den Unternehmern fehlt das Vertrauen, in die Wirtschaftspolitik um zu investieren. Manche nutzen diese Situationen und machen damit Politik zu ihren Gunsten.
Wer bin ich in diesem Umfeld? Viele empfinden Ohnmacht und fühlen sich ausgeliefert.
Dazu kommen oft noch persönliche Nöte wie Krankheit. Kinder gehen in eine andere Richtung, die nicht gut ist. In Beziehungen - Ehen ist vieles schwierig und etliche haben mit der Prägung ihrer eigenen Lebensgeschichte zu kämpfen.
Verunsicherung bis hin zur Angst bestimmt in unserem Land. Das geht an uns nicht spurlos vorbei. In diesen Verunsicherungen brauchen wir Halt und ein gutes Fundament. um stehen zu können. Wer schon erlebt hat. wie ihm alles wegschwimmt, alles in Frage gestellt wird, nur noch Unsicherheiten kennt, der hat gespürt, wie sich dies selbst bis hinein ins Körperliche auswirkt, z.B. die Schritte werden unsicher.
Deshalb Ist die Frage wichtig:
"wer bin Ich?“
In der Antwort auf diese Frage verbirgt sich meine Sicherheit trotz allen Unsicherheiten. Deshalb will ich diesen Fragen zunächst mit einem Text von Dietrich Bonhoeffer nachgehen:
WER BIN ICH?
Wer bin ich? Sie sagen mir oft. Ich träte aus meiner Zelle geladen und heiter und fest wie ein Gutsherr aus seinem Schloss.
Wer bin Ich? Sie sagen mir oft, ich spräche mit meinen Bewachern frei und freundlich und klar, als hatte ich zu gebieten.
Wer bin ich? Sie sagen mir auch, ich trüge die Tage des Unglücks gleichmutig, lächelnd und stolz, wie einer, der Siegen gewohnt ist.
Bin ich das wirklich, was andere von mir sagen?
Oder bin ich nur das, was Ich selbst von mir weiß? Unruhig, sehnsüchtig, krank, wie ein Vogel im Käfig, ringend nach Lebensatem, als würgte mir einer die Kehle, hungernd nach Farben, nach Blumen, nach Vogelstimmen, durstend nach guten Worten, nach menschlicher Nahe, zitternd vor Zorn über Willkür und kleinlichste Kränkung, umgetrieben vom Warten auf große Dinge, ohnmächtig bangend um Freunde in endloser Ferne, müde und leer zum Beten, zum Denken, zum Schaffen, matt und bereit, von allem Abschied zu nehmen?
Wer bin Ich? Der oder jener? Bin ich denn heute dieser und morgen ein anderer? Bin ich beides zugleich? vor Menschen ein Heuchler und vor mir selbst ein verächtlicher wehleidiger Schwächling? Oder gleicht, was in mir noch ist. dem geschlagenen Heer, das in Unordnung weicht vor schon gewonnenem Sieg?"
Wer bin Ich denn wirklich? Nach den verschiedenen Typenlehren zu beurteilen, bin ich dominant, stetig, initiativ, gewissenhaft, oder Darstellungstyp, Hingabetyp, Ordnungstyp, Einsiedlertyp? Frage ich nach den biblischen Einteillungen, bin ich apostolisch, hirtlich. prophetisch, evangelistisch oder lehre ich?
Beurteile Ich mich nach meiner Position bei der Arbeit oder was ich in meiner Familie bin? Oder ist ausschlaggebend, was ich für eine Figur in der Gemeinde mache?
Sagen meine positiven oder negativen Erfahrungen meiner Lebensgeschichte, wer ich bin?
Der Text von Dietrich Bonhoeffer geht noch weiter:
Wer bin ich? Einsames Fragen treibt mit mir Spott, Wer ich auch bin, Du kennst mich, Dein bin ich, o Gott!"
Mit dieser Schlussaussage ist das Fragen, das mit mir Spott treibt. mit einem Mal beendet. Es ist klar. wer mich kennt, alles Ungewisse fällt ab „Dein bin ich, o Gott!“ Ein ich das, kann ich dies tief aus meinem Herzen heraus sagen? „Dein bin ich, o Gott“ - zeigt auf. wer auf die Frage "wer bin ich", antworten kann: „Gott!“
Auf vier Antworten habe ich den Schwerpunkt gesetzt:
1.) Erschaffen
"Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde. " 1. Mose 1, 27
Gott wollte einen Menschen mit dem er reden kann, ein Gegenüber. Deshalb hat er sich für uns zum Vorbild genommen, damit wir mit ihm und er mit uns Beziehung leben kann.
"Du hast ihn wenig niedriger gemacht als Gott, mit Ehre und Herrlichkeit hast du ihn gekrönt. Du hast ihn zum Herrn gemacht über deiner Hände Werk, alles hast du unter seine Füße getan." Ps. 8, 6+7.
Gott hat uns eingesetzt als Herren der Schöpfung. Die ganze Schöpfung steht unter uns, deshalb sind wir nur wenig niedriger als Gott selbst.
"Herr, ich danke dir dafür dass du mich so wunderbar und einzigartig gemacht hast." Ps. 139, 14 (Hoffnung für alle)
Egal wie unser Aussehen ist, ob es zur Idealvorstellung passt oder nicht, wir sind wunderbar gemacht, voller Wunder und einzigartig. Jeder von uns ist ein Original.
Wer bin Ich?
Du bist Gottes Gegenüber! Du bist wenig niedriger als Gott! Du bist wunderbar und einzigartig! Die Lüge ist: Wer bin ich denn schon, unbedeutend und vorn Aussehen nichts besonderes. Lasse diese Lüge in deinem Herzen nicht zu. Widerstehe ihr und nimm dafür das Wort Gottes auf.
2.) Geliebt
"Lasst uns lieben, denn er hat uns zuerst geliebt“. 1. Joh. 4, 19
Du bist geliebt, nicht, weil du deine Liebe Gott erklärt hast, denn Gott hat dich schon geliebt zu einer Zeit, da dachtest du noch gar nicht an Gott.
"Denn da bin ich ganz sicher:
Weder Tod noch Leben, weder Engel noch Dämonen, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges noch irgendwelche Gewalten, weder Himmel noch Hölle oder sonst irgend etwas können uns von der Liebe Gottes trennen, die er uns in Jesus Christus, unserem Herrn bewiesen hat.“ Rom. 8, 38+39
Du bist geliebt! Die Liebe Gottes zu dir ist so stark, dass die versammelten finsteren Mächte mit Rang und Namen dich nicht aus der Liebe Gottes herausbringen. Und Gott hat seine Liebe zu Jedem von uns durch das Opfer seines Sohnes bewiesen. Die Lüge ist: Wer liebt mich schon, mich liebt doch keiner, ich werde sowieso abgelehnt. Übrigens: diese Lügen kommen vom Satan. Deshalb widerstehe ihm und er muss fliehen. Wirf die Lüge aus deinem Herzen und nimm dafür Gottes Wort auf.
Wer bin ich? Ich bin geliebt. Du bist von Gott geliebt und damit stillt der Vater selber dein Grundbedürfnis. Ohne Liebe kannst du nicht leben.
3.) Begabt
"Dies alles aber wirkt derselbe eine Geist und teilt einem Jeden das Seine zu, wie er will" 1. Kor. 12, 11
In den Versen zuvor geht es um Begabungen, die der Heilige Geist austeilt. Und im Vers 11 steht nicht dass er nur einigen diese Gaben austeilt, sondern einem Jeden. Sicher haben nicht alle die gleichen Gaben, aber Jedem werden Gaben zugeteilt, d. h. du bist vom Heiligen Geist begabt. Die Lüge ist: Ich kann nichts, ich bin nicht so begabt, andere können es besser. Entdecke deine Gabe und lebe sie, denn du bist begabt Nimm diese Wahrheit in dein Herz.
4.) Gebraucht
Du wirst schon deshalb gebraucht, weil du ein Original Gottes, geliebt und begabt bist.
"Denn wir sind Gottes Mitarbeiter" 1. Kor 5, 9
Du bist Gottes Mitarbeiter, ob du Mitarbeiter m der Gemeinde bist oder nicht. Deine erste Berufung ist nicht in eine Tätigkeit, sondern in das Sein mit Gott, in die Liebesbeziehung zum Herrn. Wenn du diese Berufung lebst in deinem Alltag Familie. Beruf, Nachbarschaft, dann bist du bereits Gottes Mitarbeiter. Du bist Salz und Licht, weil du Jesus liebst, das strahlst du auch aus. Jesus ist In dir und überall wo du hingehst, ist Jesus. In dir, in deinem Sein sieht jeder ein Stück Herrlichkeit Gottes.
..."und werdet meine Zeugen sein" Apg. 1,8
Du bist Zeuge für Jesus, du musst nicht erst einer werden. Die Lüge ist: Ich werde nicht gebraucht, ich bin übrig. Stopp!! Gott braucht dich schon! Widerstehe den Lügen Satans, dann muss er sich zurückziehen. Wir brauchen ein neues Bewusstsein in Jesus. Es geht nicht um ein Selbstbewusstsein, das auf eigenes Können, eigene Leistung, eigenes positives Einreden gründet. Wir brauchen das Bewusstsein. wer wir sind in Gott.
In meinem Herzen muss sein:
- · Ich bin Gottes Gegenüber.
- · Ich bin wenig niedriger als Gott der" Schöpfer und der, der die Welt regiert.
- · Ich bin wunderbar, einzigartig, ein Original Gottes.
- · Ich bin geliebt, mein Grundbedürfnis stillt Gott, der Vater.
- · Ich bin begabt, der Heilige Geist hat mir Gaben gegeben.
- · Ich werde gebraucht, denn ich bin Gottes Mitarbeiter, Licht und Salz und sein Zeuge,
So stehst du wie auf einem Fels und die Stürme können um dich herum toben und dir nichts anhaben Wir brauchen das Bewusstsein, wer wir sind In Jesus, um durch unsere heutige und kommende Zeit durchzugehen. Wir brauchen diesen Zuspruch Gottes, "du bist ...“, um in unserem Alltag und Umfeld bestehen zu können und ein gutes Fundament zu haben. Wir brauchen auf die Frage:
"Wer bin ich?"
Gottes Antworten, um Ängste, Sorgen, Schwächen, Leid, Ablehnung. nicht verstanden werden, etc. besiegen zu können. Nimm diese wer Antworten Gottes in dein Herz auf, damit dein Herz fest wird. Proklamiere Gottes Wort. damit du es in deinem Herzen hast und es dich auferbaut.
Wer bin Ich? Dein bin ich, o Gott!
R. Meier
Quelle: Blickpunkt CZW
www.feldzeichen.de
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