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Der Thronsaal Gottes
Ich sah den Herrn und sein Saum erfüllte den Tempel ...
Genau das erlebte ich vor ein paar Wochen in der Anbetungszeit in unserem Lobpreishauskreis. Was ich in Worte fassen kann, möchte ich gerne tun, aber man kann unmöglich alles beschreiben, was man in dieser himmlischen Welt erblickt und erfährt.
Wir waren sehr in der Anbetung vertieft, als ich mich auf einmal wie in einer anderen Welt wiederfand. Ich konnte genau spüren, dass ich auf der Bühne stand gemeinsam mit dem Lobpreisteam, aber meine inneren Augen sahen etwas völlig anders.
Aus einem ganz bestimmten Blickwinkel konnte ich diesen riesigen Thronsaal sehen, der in Jes. 6,1 beschrieben wird. Er war so groß, dass ich Mühe hatte, bis ans Ende zu sehen. Er war gefüllt mit vielen Engeln in herrlichen Gewändern, aber unter ihnen befanden sich auch menschenähnliche Gestalten, die so eine Art Palmzweige in den Händen hielten. Es waren keine Engel, aber sie standen gemischt mit den Engeln in diesem Thronsaal.
Eine gewaltige Musik war dort, so wie es geschrieben steht - wie das Brausen mächtiger Wasserfälle und gewaltiges Donnern.
Dann geschah etwas, was mir fast den Atem raubte - ich sah den Thron Gottes. Es ist einfach nicht zu beschreiben, aber er war über und über mit Gold und Silber und mit Edelsteinen bestückt, dabei wirkte er jedoch sehr lebendig, so wie ein lebendes Etwas. Ich konnte meine Augen kaum davon abwenden, soviel Herrlichkeit ging allein von diesem Thron aus.
Nachdem ich dies ausführlich betrachten konnte, geschah erneut etwas Großartiges.
Am anderen Ende des Saales ging ein riesengroßes goldenes Tor auf und eine Gestalt, die nicht zu beschreiben ist, betrat den Thronsaal. Ich konnte das Gesicht dieser Gestalt nicht sehen, aber allein der Saum seines Gewandes erfüllte den ganzen Thronsaal, dass ich dachte, ich könnte nicht mehr atmen. Es war auf einmal eine gewaltige Stille eingetreten. Alle Engel und diese menschenähnlichen Gestalten fielen auf ihr Angesicht. Es wurde kein Wort gesprochen, aber in meinen Gedanken wusste ich, dass dies Gott der Vater war. Seine Macht und Herrlichkeit waren so stark, dass ich wusste, das ist nicht Jesus, oder der Heilige Geist - nein das war ER, Gott persönlich. Es war atemberaubend, furchterregend und aufregend zur gleichen Zeit.
Eine überaus starke Erfurcht kam über alles, was sich in diesem Thronsaal befand, während die Gestalt auf den Thron zuging. Dann fiel mein Blick auf etwas anderes - die Luft in diesem Thronsaal war keine normale Luft, sondern sie war durchwirkt mit feinem Goldstaub. Das Ganze war so einmalig, dass mir nichts mehr einfiel, es gibt dafür einfach keine Worte.
Aber was für mich sehr erschreckend war, war diese über die Maßen große Ehrfurcht, die in diesem Thronsaal herrschte. In meinen Gedanken entwickelte sich die Frage: "Herr, kann denn hier überhaupt ein Mensch bestehen, dürfen wir hier einmal sein?" Die Antwort kam postwendend in Form von Gedanken: "Es werden nicht viele sein, die hier sein werden, denn viele gläubige Menschen haben nicht die Ehrfurcht vor mir, die sie haben müssten. Sie gehen mit mir um, wie mit einem lieben, alten Vater. Sie kommen, wann sie wollen und sie gehen, wann sie wollen, aber sie haben nicht begriffen, wer ich wirklich bin und welche Macht ich habe." Ich war zutiefst betrübt, denn ich begriff auf einmal, dass das wirklich so geschehen würde. In diesem Moment war diese Vision vorüber. Ich war nicht fähig etwas zu sagen oder zu tun. Eine Hoffnungslosigkeit überfiel mich, weil ich mich fragte, was kann ich nur tun, damit die Gläubigen aufwachen, ihr Leben ändern und ihr Leben wirklich ganz und bedingungslos auf den Altar Gottes legen? Ich weiß es nicht, aber ich bete darum, dass mehr Menschen solche Erfahrungen auch machen, denn dann brauchen wir keine Strukturen und Vorschriften mehr. Das war sehr heilsam für mich. Ich persönlich möchte noch mehr in diese Dimensionen kommen, damit mein Leben durch und durch verändert und geheiligt wird.
I. Mayer
Quelle: Blickpunkt
CZW
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