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Vom religiösen Geist infiziert? Rick Joyner:
Geschrieben von: G.J.Matthia am 07.06.2005 Dreiundzwanzig Fragen, mit denen wir uns prüfen können. Wenn wir daran interessiert sind, dass der Geist Gottes unser Leben und Denken kontrolliert, ist diese Aufzählung eine echte Hilfe zur Selbsterkenntnis. Nur wer seine Fehler und Irrtümer erkennt, kann andere Wege einschlagen.
1. Sehen Sie ihre Hauptaufgabe darin, das niederzureißen, was Sie für falsch halten? Das verursacht eher Spaltung, als bleibende Werte.
2. Sehen Sie sich außerstande, eine Zurechtweisung einzustecken, besonders wenn sie von Menschen herrührt, die Sie für weniger geistlich halten als sich selber? Versuchen Sie, sich zu erinnern, wie Sie die letzten Male reagiert haben, als jemand Sie korrigieren wollte.
3. Vertreten Sie die theologische Ansicht, man solle nicht auf andere Menschen hören, sondern nur auf Gott? Gott spricht im allgemeinen durch Menschen. Deshalb handelt es sich hier um eine offensichtliche Täuschung, die auf massiven geistlichen Stolz hinweist.
4. Neigen Sie dazu, eher zu sehen, was bei anderen Menschen und anderen Gemeinden nicht stimmt, anstatt das zu bemerken, was bei ihnen gut ist? Johannes sah in seiner Offenbarung vom Tal aus Babylon. Als er aber auf einen hohen Berg hinaufgetragen worden war, sah er das neue Jerusalem (Offenbarung 21, 10). Sehen wir nur Babylon, dann stimmt unsere Perspektive nicht. Alle, die sich an einem Platz mit einer echten Vision befinden, haben allein das im Blick, was der Herr tut. Menschliche Errungenschaften zählen nicht dazu.
5. Haben Sie starke Schuldgefühle, weil Sie den Normen Gottes nie genügen? Jetzt sind Sie auf eine Wurzel des religiösen Geistes gestoßen, der Sie dazu drängt, dass Sie Ihre Beziehung zum Herrn auf Leistung aufbauen, anstatt sie am Kreuz festzumachen.
6. Halten Sie sich für autorisiert, alle anderen darauf festzulegen, was sie zu tun oder zu lassen haben? Die selbst ernannten Wächter oder Polizisten im Reich Gottes sind selten am Bauen beteiligt; sondern sie sorgen in der Gemeinde ständig für Verdruss und Unruhe und können sogar echte Spaltungen auslösen.
7. Ist Ihr Leitungsstil herrisch, überheblich und intolerant, was die Schwächen anderer Menschen betrifft? Jakobus schreibt dagegen: Die Weisheit aber, die von Gott kommt, ist lauter und rein. Sie sucht den Frieden. Sie ist freundlich, bereit nachzugeben und lässt sich etwas sagen. Sie hat Mitleid mit anderen und bewirkt immer und überall Gutes; sie ist unparteiisch, ohne Vorurteile und ohne alle Heuchelei. Nur wer selber Frieden schafft, wird erfahren, dass seine Gerechtigkeit und Friedfertigkeit Früchte tragen. (Jakobus 3, 17-18)
8. Haben Sie das Gefühl, Sie seien näher bei Gott als andere Christen, oder dass Ihr Leben oder Ihr Dienst Gott besser gefällt? Wenn wir glauben, wir kämen Gott näher, weil wir sind, wer wir sind, und nicht durch Jesus allein, dann machen wir uns selber etwas vor.
9. Sind Sie auf Ihre geistliche Reife und Disziplin stolz, besonders dann, wenn Sie sich mit anderen vergleichen? Zu wahrer geistlicher Reife gehört, in Jesus erwachsen zu werden. Wenn wir anfangen, uns mit anderen zu vergleichen, dann haben wir mit Sicherheit das eigentliche Ziel aus den Augen verloren, nämlich Jesus.
10. Glauben Sie, Sie befänden sich im Zentrum von Gottes Wirken? Dazu gehört die Einbildung, Sie seien am zur Zeit wichtigsten Werk Gottes beteiligt. Das ist geistlicher Stolz und Ichbezogenheit, selbst wenn das in der Sache zutreffen sollte. Diejenigen, denen die wirklich wichtigen Aufträge anvertraut sind, tun dies in der Gnade, denn: Gott tritt den Stolzen entgegen, den Demütigen aber schenkt er seine Gnade. (Jakobus 4, 6)
11. Läuft Ihr Gebetsleben mechanisch ab? Ertappen Sie sich dabei, dass Sie erleichtert sind, wenn Ihre Gebetszeit endlich herum ist? Oder geht es Ihnen so, wenn Sie Ihre Gebetsliste abgehakt haben? Dann sollten Sie Ihre Beziehung zu Jesus überdenken: Man fühlt sich nämlich nicht erleichtert, wenn das Zwiegespräch mit dem einen, den man liebt, vorbei ist.
12. Handeln Sie so, dass andere das möglichst bemerken? Es ist ein sicheres Anzeichen von Götzendienst, wenn wir Menschen mehr fürchten als Gott. Dies führt zu einer Religion, die Menschen dient, und nicht Gott.
13. Wirken Menschen auf Sie abstoßend, weil sie "zu gefühlsbetont" sind? Wird jemand, der einen religiösen Geist hat, mit dem wahren Leben aus Gott konfrontiert, dann erscheint ihm das meistens reichlich übertrieben, zu gefühlsbetont und zu fleischlich. Wahre Leidenschaft für Gott ist gefühlsbetont und zeigt gern Gefühle. Erinnern Sie sich, wie David vor der Bundeslade tanzte, als er sie nach Jerusalem zurückbrachte? Und wie seine Frau Michal so abweisend darauf reagierte, dass sie fortan unfruchtbar blieb? (2. Samuel 7, 23) Ein derart kritischer Geist führt zu geistlicher Unfruchtbarkeit.
14. Reagieren Sie gefühlsbetont, weil Sie damit eine Berührung durch den Heiligen Geist vortäuschen wollen? Meinen Sie, Heulen und Zähneklappen gehörten zur Busse dazu? Oder dass jemand "unter der Kraft Gottes umfallen" und "im Geist ruhen" müsse, wenn er wirklich von Gott berührt wird? Beides kann zwar eine Auswirkung dessen sein, was der Heilige Geist gerade tut; wer aber nachhelfen will, um solche Manifestationen selber zu erleben, bewegt sich in einem anderen Geist. Während der ersten großen Erweckung in den USA passierte es häufig, dass in den Treffen von Jonathan Edwards einige der stämmigsten, rebellischsten Männer zu Boden gingen und dort bis zu 24 Stunden liegen blieben. Solche seltsamen Manifestationen stärkten die Erweckung, weil diese Männer wahrhaft verändert wurden. Gleichwohl war Edwards der Ansicht, dass schließlich das Vortäuschen solcher Manifestationen mehr zum Ende dieser großen Erweckung beigetragen habe, als ihre Gegner selber.
15. Fühlen Sie sich besser, weil Sie viel für den Herrn unterwegs sind? Halten Sie sich für etwas Besseres, weil Sie mehr Veranstaltungen besuchen, mehr in Ihrer Bibel lesen, oder mehr für den Herrn tun als andere Leute? Derartige Bemühungen sind zwar aller Ehren wert. Geistliche Reife erweist sich allerdings darin, dass man näher zu Gott kommt.
16. Ermutigt es Sie, wenn Ihr Dienst besser dasteht als andere Dienste? Oder anders herum: Sind Sie entmutigt, wenn andere Dienste besser dazustehen scheinen oder schneller wachsen? Dann bemessen Sie Ihren Dienst nach menschlichen Maßstäben.
17. War in Ihren Augen früher alles besser? Finden Sie, dass das was Gott damals getan hat, wertvoller war als das, was er heute tut? Gott hat sich nicht geändert. Er ist derselbe gestern, heute und in Ewigkeit. Der Vorhang ist zerrissen. Wir können heute genau so nah bei Gott sein wie unsere Vorfahren auch. Ein religiöser Geist will uns immer wieder dazu verleiten, Vergleiche anzustellen. Dadurch will er uns davon abhalten, mehr in Gottes Gegenwart zu kommen.
18. Neigen Sie dazu, neue Glaubensrichtungen oder Gemeinden misstrauisch zu beäugen oder sogar zu bekämpfen? Das ist ein deutliches Zeichen von Eifersucht, einer Erstlingsfrucht des religiösen Geistes, oder von Stolz, der uns einflüstert, Gott tue nichts Neues ohne unser Zutun. Verständlicherweise gebraucht Gott selten Menschen mit einer solchen Mentalität.
19. Neigen Sie dazu, geistliche Manifestationen, die Sie nicht verstehen, abzulehnen? Diese Haltung ist ein Zeichen von Stolz und Überheblichkeit. Sie geht davon aus, dass Gott die Dinge so beurteilen muss, wie wir sie sehen. Echte Demut hilft uns, belehrbar und offen zu bleiben und geduldig so lange zu warten, bis sich Früchte zeigen, bevor wir Urteile fällen. Deshalb sind wir aufgefordert: Prüft alles, und behaltet das Gute!
20. Reagieren Sie heftig darauf, wenn es in der Gemeinde "fleischlich" zugeht? Vermutlich ist in der Gemeinde viel mehr Fleischlichkeit und viel weniger Heiliger Geist anzutreffen, als es sich der größte Kritiker in seinen kühnsten Träumen vorstellt. Wir müssen uns von unserem fleischlichen Denken und Empfinden erlösen lassen und Unterordnung unter den Heiligen Geist erwerben. Ein Nörgler neigt dazu, Menschen fertig zu machen, die noch zu 60 Prozent fleischlich reagieren (was aber im Vergleich zum Vorjahr, als sie noch zu 95 Prozent aus dem Fleisch heraus handelten, ein Fortschritt ist) - anstatt ihnen beim Wachstum weiter zu helfen.
21. Reagieren Sie heftig auf Unreife in der Gemeinde? Der Herr nimmt ein gewisses Maß an Unreife hin. Mein Vierjähriger ist im Vergleich zu meiner Vierzehnjährigen unreif, und das ist ganz in Ordnung. Eigentlich ist er schon erstaunlich reif für einen Vierjährigen. Der idealistische, religiöse Geist sieht die Unreife absolut, ohne andere wichtige Faktoren einzubeziehen.
22. Ist es Ihnen unmöglich, bei etwas mitzumachen, das Sie als nicht als perfekt oder zumindest annähernd perfekt einstufen? Der Herr Jesus begab sich in unsere menschlichen Niederungen und gab für uns gefallene Menschen sogar sein Leben hin. Die Apostel, die er rief und dazu einsetzte, seine Kirche zu bauen, hätten wir wohl fast alle auf einer Liste potenzieller Leiter ziemlich an letzter Stelle rangieren lassen. Wenn wir in Jesus leben, werden wir auch seine Denkweise annehmen. Wir werden Menschen nicht mehr länger so sehen, wie sie gerade sind, sondern als das, was aus ihnen noch werden kann.
23. Ist Ihnen beim Lesen dieser Punkte der Gedanke gekommen, diese Punkte träfen doch eigentlich auf jemand anderen zu? Dann haben Sie vielleicht ein ernstes Problem mit einem religiösen Geist. ---------------------------------------------------------------------------- Quelle: Ein Artikel von www.glaube.de, Veröffentlichungen im Internet oder in Print bedürfen der vorherigen Genehmigung von Glaube.de. Quelle: Eine prophetische Vision für das 21. Jahrhundert, www.morningstarministries.org, ::used by permission:: Textbearbeitung: Günter J. Matthia, Redaktionsmitarbeiter Glaube.de
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