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Der Herr segne dich, er, der auf dem Berg Zion wohnt! Er hat Himmel und Erde geschaffen! Ps. 134,3

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Lieben Sie Gott?

Wenn ich Ihnen heute die Frage stellen würde: »Lieben Sie Gott wirklich?«, dann würden Sie wahrscheinlich mit einem Ja antworten. Wenn ich Sie fragen würde, wie Sie zeigen, dass Sie Ihn lieben, was würden Sie dann antworten?

Es gibt viele Menschen, die zwar bekennen, Gott zu lieben, aber nur wenig darüber wissen, was die Bibel darüber sagt, wie wir Ihn lieben sollen. Sie brauchen Ihn. Sie fürchten Ihn. Sie freuen sich an dem Gewinn, den man daraus zieht, ein Christ zu sein. Mit anderen Worten, sie schätzen Gott, wenn es zweckmäßig ist; wenn sie jedoch zur Hingabe aufgefordert werden oder ein Opfer zu bringen, dann werden sie zu Gottes »Schön-Wetter-Freunden«.

Lassen Sie es mich einmal so ausdrücken: Stellen Sie sich vor, wie Sie mit jemandem, den Sie lieben, zum Traualtar gehen. Der Pastor fragt den von Ihnen geliebten Menschen: »Möchten Sie diesen Menschen zu Ihrem angetrauten Ehepartner nehmen und auf alle anderen verzichten?« Der geliebte Mensch antwortet: »Nun, ich bin wirklich verliebt und möchte auch verheiratet sein, aber ich werde nicht auf alle anderen verzichten. Ich habe gerade zu viele andere Beziehungen in meinem Leben.« Wie würden Sie sich da fühlen?

Stellen Sie sich nun folgende Situation vor: Sie gehen zum Altar und der Pastor stellt dieselbe Frage. Der von Ihnen geliebte Mensch antwortet mit gedämpfter Stimme: »Ja, ich werde auf alle anderen verzichten. Aber bitte, das soll unter uns bleiben. Ich möchte nicht, dass jemand anders davon weiß.«

Niemand würde unter solchen Umständen heiraten. Aber, so lieben viele den Herrn. Sie bekennen, Ihn zu lieben, aber sie weigern sich, die Sünde in ihrem Leben zu lassen. Sie behaupten, Ihn zu lieben, aber sie schämen sich, das Evangelium mit anderen zu teilen.

Was in Ihrem Leben zeigt anderen, dass Sie Gott lieben? Was tun Sie (oder was tun Sie nicht), weil Sie Ihn lieben?

Auf die Frage nach dem größten Gebot im Gesetz, antwortete Jesus: »'Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Verstand.' Dies ist das größte und erste Gebot. Das zweite aber ist ihm gleich: ,Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.'« (Matthäus 22:37-39).

In dieser Aussage fasste Jesus das gesamte mosaische Gesetz in zwei einfachen Geboten zusammen, die selbst Kinder verstehen konnten. Das erste Gebot fordert uns auf, Gott zu lieben, und das zweite fordert uns auf, unseren Nächsten zu lieben. Das zweite hängt vom ersten ab. Wir müssen verstehen, was es bedeutet, Gott zu lieben, ehe wir echte Liebe anderen gegenüber zum Ausdruck bringen können.

Betrachten Sie einmal ganz ernsthaft Ihr Leben und stellen Sie sich die Frage, ob die Menschen in Ihrer Familie und an Ihrem Arbeitsplatz wissen, dass Sie Gott lieben. Wenn sich die Menschen in Ihrem Umfeld unsicher sind, ob Sie Ihr Leben Gott hingegeben haben, dann stimmt etwas nicht.

Wann haben wir das letzte Mal jemanden sagen hören: »Sie müssen ein Christ sein.«? Immer mal wieder begegne ich einem Menschen, bei dem ich einfach nur beim Blick in sein oder ihr Gesicht sicher bin, dass er oder sie Christus als persönlichen Erlöser kennt. Wenn wir Jesus Christus als persönlichen Erlöser annehmen, dann kommt Er in unser Leben. Wenn unser Leben Gott hingegeben ist und Er es in Seiner Hand hält, dann wird Er sich durch unseren Charakter, durch unser Verhalten, ja selbst durch unseren Gesichtsausdruck zum Ausdruck bringen. Seine Liebe wird auf unserer ganzen Person geschrieben stehen. An uns wird etwas anders sein.

Die tiefe Liebe, die Gott uns für andere gibt, ist eine echte, opferbereite Liebe, die auf die andere Person in einer Haltung des Gebens zugeht und befähigt, diese Person über uns selbst zu stellen.

Wenn wir Gott lieben, dann wird Er in uns bewirken, dass wir andere lieben.

Lassen Sie die Welt wissen, dass Sie ein Christ sind, indem Sie Ihre Liebe zeigen.

Ch. Stanley © In Touch Ministries used with permission www.intouch.org

Quelle: Herold Seines Kommens

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