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Der Herr segne dich, er, der auf dem Berg Zion wohnt! Er hat Himmel und Erde geschaffen! Ps. 134,3

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Es sei aber euer JA ein JA

Die Menschen in unserem Land haben ihre Werte verloren. Erlaubt ist, was gefällt und was „Spaß" macht. Die Grenzen von richtig und falsch sind verwischt. Unsere Gesellschaft ist unverbindlich geworden, und das macht sich in vielen Bereichen unseres täglichen Lebens bemerkbar. Menschen, die einen klaren Standpunkt vertreten, sind schon eher selten geworden. Je weiter Menschen von Gott weg sind, desto weniger Werte sind in ihrem Leben sichtbar. In der Bibel finden wir wertvolle Regeln für unser tägliches Leben. Diese umzusetzen sollten wir bestrebt sein, um diese Unverbindlichkeit in unserer Gesellschaft zu durchbrechen. In Jakobus 5, Vers 12 lesen wir z. B.: ... es sei aber euer Ja ein Ja und euer Nein ein Nein ..." Diese Aussage der Bibel hat mit Unverbindlichkeit nichts zu tun. Aber was bedeutet das für uns? Dein Ja sei ein Ja und dein Nein sei ein Nein? Es ist nicht nur, dass wir Ja oder Nein sagen, sondern es soll auch so sein! Da steckt Verbindlichkeit darin und da steckt Handlung darin. Unser JA soll ein JA sein und bedarf der Handlung danach. Wir sollen nicht JA sagen und dann tun, was wir wollen.

Wo die Grundlagen der Bibel fehlen, heißt die Antwort „vielleicht". Die Lebensweise der Menschen ist Unentschlossenheit und Unverbindlichkeit. Die Aussagen sind: vielleicht - könnte sein - mal sehen - mal abwarten - ich denk darüber nach - ich weiß noch nicht usw. Niemand will sich festlegen. Es könnte ja noch etwas Besseres nachkommen! Man will jede Entscheidung offen lassen. Festlegen heißt: sich zu entscheiden! In unserer Gesellschaft gibt es auch kein klares JA mehr zur Ehe. Es heißt jetzt „Lebensabschnittsgefährte“. Ja nicht festlegen, aus weichem Grund auch immer. „Ich will mich nicht binden" heißt es. So entledigt man sich jeglicher Verantwortung. Es ist biblisch, füreinander Verantwortung zu übernehmen. „Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst“ heißt auch, Verantwortung zu übernehmen. Jeder ist auch für seine Umgebung verantwortlich.

Der Trend, alles offen zu halten, bringt uns immer mehr Unsicherheit. Man kann sich auf nichts mehr verlassen - man ist unverbindlich. Diesen Trend kann man auch in den Gemeinden beobachten. Unverbindlichkeit! Ein JA zu einer Sache beinhaltet immer ein NEIN zu allen anderen Angeboten. Es benötigt eine klare Entscheidung.

Je größer das Angebot, desto größer die Unsicherheit. Was soll ich nehmen? Für was soll ich mich entscheiden? Das ist die Handlungsweise Satans in unserer Zeit. Überangebot - wir werden unsicher - was ist das Richtige? Überangebot in allen Bereichen: In den Medien - bei den Waren - eine unübersichtliche Menge an Freizeitangeboten. Natürlich muss man dann alles ausprobieren. Die Menschen können sich nicht entscheiden, was sie wollen. In Apostelgeschichte 17, Vers 21 steht: „Alle Athener aber und die Fremden, die sich da aufhielten, brachten ihre Zeit mit nichts anderem zu, als etwas Neues zu sagen und zu hören." Das passt doch auch in unsere Zeit. Immer muss man etwas Neues haben und Neuigkeiten sind ja so interessant.

Unentschlossenheit ist ein Zeiträuber. Wir sind immer auf der Suche nach dem Besseren und vergeuden damit unsere Zeit. Ein JA beinhaltet immer ein NEIN zu anderen Angeboten! Wenn wir alles haben wollen, haben wir oft nichts. Wir müssen wieder einen gesunden „Verzicht" lernen, und das fängt bei unseren Kindern an. Wir müssen lernen, wo die Grenzen sind. Wo ehr klares ja - oder ein klares Nein zu setzen ist. Die Jugend von heute weiß nicht mehr, was richtig und was falsch ist.

Die Werbung gaukelt uns vor, dass wir alles haben können. Doch ist „alles haben“ auch gut für uns? Mit Sicherheit nicht! Wenn wir alles haben wollen, die Welt und Gott, haben wir gar nichts in biblischem Sinne. Gott kennt kein VIELLEICHT, nur ein klares JA oder NEIN. Entweder Jesus oder die Welt. Wenn wir uns nicht klar entscheiden, werden wir immer auf die Verlockungen hereinfallen. Dem Nachbarn geht's besser als mir; der hat dies oder jenes und letztendlich begehren wir des anderen Mann oder Frau! Ein klares JA beinhaltet immer ein NEIN zu anderen Angeboten! Wenn wir Jesus ein klares JA geben, werden wir die Gier alles haben zu müssen, verlieren.

Gott hat sich festgelegt. Er hat JA gesagt dort am Kreuz von Golgatha. Bei Gott gibt es kein „vielleicht“. Hätte Gott „vielleicht“ gesagt, ging es uns schlecht. Z. B.: „Vielleicht vergebe ich dir deine Sünden?“ Was würden wir mit einem „vielleicht“ machen? Wir wären in der gleichen Situation wie die Moslems! Moslems müssen mit einem „vielleicht" leben. Sie haben keine Heilsgewissheit.

Unser Gott hat kein „vielleicht". ER hat sich festgelegt. Auf SEIN Wort können wir bauen. Ist das nicht gewaltig, diese Sicherheit, die wir haben? Eine Gewissheit, die es nur bei Jesus gibt. Was ER sagt, das gilt. Heute, morgen und in alle Ewigkeit. ER ist unveränderlich Ein Fels, der unser Halt ist. Gott sei Dank hat Jesus JA gesagt und nicht ^ „vielleicht" oder ] „mal sehen"... Und das Gewaltige: Er hat auch danach gehandelt am Kreuz von Golgatha. Es waren keine leeren Versprechungen. Er hat uns verbindlich zugesagt, dass, wenn wir an IHN glauben, wir das ewige Leben haben. Feste, unumstößliche Zusagen aus Gottes Wort. Hätte Gott nicht eindeutig entschieden, uns unsere Sünden zu vergeben - ein für allemal - würden sich unsere Sünden aufhäufen zu einem unendlichen Berg - und sie würden uns erdrücken. Gott hat JA zu uns gesagt. Zu deinem Leben. Und dieses JA möchte er auch von uns haben. Eine klare Entscheidung, und so soll auch unser praktisches Leben aussehen.

Im Jakobusbrief Kapitel 5, Vers 12 steht geschrieben: „Vor allem aber, meine Brüder, schwört nicht, weder bei dem Himmel noch bei der Erde noch mit irgendeinem anderen Eid; es sei aber euer Ja ein Ja und euer Nein ein Nein, damit ihr nicht unter ein Gericht fallt." Wir brauchen nicht zu schwören, um glaubwürdig zu sein. Unser Leben muss glaubwürdig sein, ein Ja ja und ein Nein nein . Dann brauchen wir auch nicht zu schwören. Wenn man deinem Wort nicht glauben kann, dann stimmt irgendetwas nicht. Wenn wir nach Gottes Geboten leben, ist unser JA ein JA und unser Nein ein Nein. Und daraus müssen unsere Taten folgen. Wenn wir nicht so handeln, wie wir reden, werden wir unter ein Gericht fallen. So sagt es uns dieser Bibelvers. Es ist eine Lüge, wenn wir so sagen und anders handeln.

Im Matthäus Kapitel 5, Vers 34 bis 37, lesen wir: „Ich aber sage euch: Schwört überhaupt nicht; weder bei dem Himmel, denn er ist Gottes Thron; noch bei der Erde, denn sie ist seiner Füße Schemel; noch bei Jerusalem, denn sie ist des großen Königs Stadt; noch sollst du bei deinem Haupt schwören, denn du kannst nicht ein Haar weiß oder schwarz machen. Es sei aber eure Rede; Ja, ja! Nein, nein! Was aber mehr ist als dieses, ist vom Bösen." Unser Leben und handeln soll dahinter stehen, wenn wir ein JA sagen, und genauso, wenn wir ein Nein haben. Wir sollen zu unserem Wort stehen. So wie Jesus zu Seinem Wort steht, sollen wir es auch tun. Wir sollen Vertrauenswürdig sein. Verlässlich und verbindlich, d.h. wenn wir etwas sagen, dann ist es auch so.

Im 2. Korinther, Kapitel 1, Vers 17 bis 20, sagt Paulus: „Habe ich nun, indem ich mir dieses vornahm, etwa leichtfertig gehandelt? Oder was ich mir vornehme, nehme ich mir das nach dem Fleisch vor, damit bei mir das Ja-ja und das Nein - nein (gleichzeitig) wären? Gott aber ist treu (und bürgt dafür), dass unser Wort an euch nicht Ja und Nein (zugleich) ist. Denn der Sohn Gottes, Christus Jesus, der unter euch durch uns gepredigt worden ist, durch mich und Silvanus und Timotheus, war nicht Ja und Nein, sondern in ihm ist ein Ja geschehen. Denn so viele Verheißungen Gottes es gibt, in ihm ist das Ja, deshalb auch durch ihn das Amen, Gott zur Ehre durch uns." Paulus sagt hier: Gott bürgt dafür, dass unser Wort an euch nicht Ja und Nein gleichzeitig ist. Wenn wir nach Gottes Wort leben gibt es kein Ja und Nein gleichzeitig. „In IHM ist ein JA geschehen" sagt Paulus. Gott hat sich mit einem Ja hinter Seine Verheißungen gestellt. Mit einem „vielleicht" hinter Gottes Verheißungen wäre unser Glaube hinfällig. Wir könnten „vielleicht" hoffen, dass mal was in Erfüllung ginge. Aber wir könnten uns nie darauf verlassen. ER ist das A und das 0, der Anfang und das Ende, das Ja und Amen.

Jesus hat nicht zu den Kranken gesagt: „Vielleicht" werde ich dich heilen. Er sagte dagegen: Steh auf! Es war immer eine Ja-Handlung, weil ER mit Seinem JA dahinter stand. „Vielleicht" oder „Unentschlossenheit" oder „Unverbindlichkeit" ist eine Grauzone bzw. eine lauwarme Zone. In der Bibel gibt es nur schwarz oder weiß, heiß oder kalt. Keine Grauzone. Jesus hat nie zu jemand gesagt, der etwas von IHM wollte: Warte mal ab, „vielleicht" kommt noch was Besseres. Es gibt nichts Besseres als ein Ja zu Jesus. Das heißt für uns, eine Entscheidung zu treffen. Ein Ja zu Jesus und ein Nein zu den Machenschaften des Feindes.

Durch zwei Beispiele wird das in der Bibel sehr deutlich. Das eine lesen wir in 1. Mose 39, 7 bis 12. Das ist die Begebenheit von Josef, als er in Potifars Haus war. Die Frau von Potifar wollte ihn verführen. Es ist interessant zu lesen, wie Josef reagierte. Er sagte in Vers 9: „Wie sollte ich dieses große Unrecht tun und gegen Gott sündigen?" Und in Vers 12 lesen wir dann, dass er sogar vor ihr floh und hinauslief. Joseph hat sofort eine klare Stellung bezogen. Er hat Nein gesagt und auch so gehandelt -mit Nachdruck. Er hat sich nicht überreden lassen und ist geflohen. Er hat nicht nachgedacht: Was könnte für mich herausspringen. Er sagte nicht: mal sehen oder vielleicht. Er hat sich auf die Seite Gottes gestellt und gesagt: „Wie sollte ich dieses große Unrecht tun und gegen Gott sündigen?" Er hat Ja zu Gott gesagt und auch so gehandelt! Und Gott konnte ihn dann zum zweiten Mann des ganzen Reiches machen.

Das zweite Beispiel ist Simson. Simson war ein Mann Gottes. Er war zwanzig Jahre Richter in Israel. Seine Geschichte lesen wir in Richter Kapitel 16. In Vers 1 und 2 steht: „Und Simson ging nach Gaza. Dort sah er eine Hure und ging zu ihr hinein. (Das berichtete man) den Gazitern und sagte: Simson ist hier

hergekommen. Da umstellten sie ihn und lauerten ihm die ganze Nacht im Stadttor auf. Und sie verhielten sich die ganze Nacht still und sagten: Bis der Morgen hell wird, dann wollen wir ihn erschlagen."

Und in Vers 4 und 5 lesen wir: „Und es geschah danach, da gewann er eine Frau im Tal Sorek lieb, ihr Name war Delila. Da gingen die Fürsten der Philister zu ihr hinauf und sagten zu ihr: Betöre ihn und sieh, wodurch seine Kraft so groß ist und wodurch wir ihn überwältigen können, dass wir ihn binden, um ihn zu bezwingen! Wir wollen dir jeder 1100 (Schekel) Silber geben." Simson hatte keine klare Entscheidung getroffen. Er hat mit der Kraft Gottes gespielt. Er hatte so einen „mal sehen“ -Standpunkt. Er war ein Mann Gottes, aber seine Handlungsweise war nicht so. Das hat ihn dann auch zu Fall gebracht. Satan hatte einen Zugang zu ihm durch diese Frauen. Satan wird auch uns zu Fall bringen, wenn wir keine klare Stellung beziehen und auch danach handeln. Wenn Menschen merken, dass wir wankelmütig sind, d.h. keine eindeutige Stellung beziehen, werden sie das ausnutzen. Menschen werden uns bedrängen, wie Delila den Simson, und wir wissen dann nicht mehr, was richtig und was falsch ist. Wir lassen uns „beschwatzen" und dann hat Satan Zugang.

Welch ein Unterschied zu Joseph. Er war nachher der zweithöchste Mann im Land und Simson landete im Gefängnis mit ausgestochenen Augen und kraftlos. Das ist der Unterschied, wenn unser Ja ein Ja ist und unser Nein ein Nein. Wir brauchen Mut und Disziplin, zu unserem Ja oder Nein zu stehen. Es geht nicht nur darum, ein Ja oder ein Nein zu sagen, sondern danach zu handeln. Wenn wir JA zu Jesus gesagt haben, handeln wir auch danach? Ja oder Nein zu sagen ist oft einfach, aber eine klare Stellung zu beziehen, fällt uns oft schwer. An unserer Handlungsweise muss unser Standpunkt sichtbar werden. Entscheidend ist unsere Handlungsweise!

Alle Bibelstellen sind aus der Elberfelder Übersetzung entnommen.

Quelle: I. Müller www.missionswerk.de

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