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Die Ausgießung des Heiligen Geistes
In der Apg 2,1-4 berichtet die Schrift über das gewaltige Pfingsterleben der Jünger wie folgt:
„Und als der Pfingsttag gekommen war, waren sie alle an einem Ort beieinander. Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Wind und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Und es erschienen ihnen Zungen zerteilt, wie von Feuer; und er setzte sich auf einen jeden unter ihnen, und sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist und fingen an zu predigen in anderen Sprachen, wie der Geist ihnen gab auszusprechen."
Dazu lesen wir in Hebräer 13,8: „Jesus Christus, gestern und heute und derselbe bis in Ewigkeit."
Jesus Christus ist ewig derselbe. Deshalb handelt und wirkt er auch heute noch in der gleichen Weise wie damals. Es ist nicht so, wie viele meinen, Pfingsten sei einmalig gewesen. Nein, das ist nicht so, denn noch immer tauft der HERR mit dem Heiligen Geist. Bei der Wiedergeburt zieht der Heilige Geist in uns ein, nimmt von uns Besitz und verändert unser sündiges Wesen. Aber Wiedergeburt und Geistestaufe sind zwei Erfahrungen im Leben des Gläubigen, denn bei der Geistestaufe empfangen wir die Fülle des Heiligen Geistes.
Wiedergeboren werden wir durch Buße und Glauben an den stellvertretenden Opfertod sowie die Auferstehung Jesu Christi. Wer möchte bestreiten, dass die Jünger nicht ihre Wiedergeburt erlebt hatten, als Jesus sie nach seiner Auferstehung anhauchte und sagte: „Nehmet hin den Heiligen Geist!" Diese Erfahrung bestätigt Petrus in seinem ersten Brief, Kapitel 1,3+4 mit den Worten:
„Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesu Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten, zu einem unvergänglichen und unbefleckten Erbe, das aufbewahrt wird im Himmel für euch."
An Pfingsten jedoch wurden die Jünger voll des Heiligen Geistes. Für diese Erfahrung und ihre Auswirkung legt die Apostelgeschichte ein klares Zeugnis ab. Nicht Ostern, sondern erst zu Pfingsten erfüllte sich die Verheißung aus Joel, Kapitel 3. Da fiel die Kraft Gottes auf die wartende Schar.
Bei seiner Himmelfahrt waren die letzten Worte des Herrn an seine Jünger:
„Ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch kommt, und werdet meine Zeugen sein."
Es war also gewissermaßen eine Kraftausrüstung für den Dienst, zu dem sie berufen waren. Ich bin voller Freude, weil Gottes Verheißungen auch heute noch dieselbe Gültigkeit haben. Dies ist nicht ein Ereignis, das der Vergangenheit angehört. Der Herr Jesus offenbart sich auch heute noch auf dieselbe Weise. Johannes der Täufer bezeugt:
„Nach mir wird einer kommen, der wird euch mit Heiligem Geist und mit Feuer taufen!"
Viele Gläubige können diese Taufe mit Geist und Feuer in ihrem eigenen Leben bestätigen. Diese Taufe mit dem Heiligen Geist ist eine Verherrlichung Gottes im Menschen.
Paulus schreibt im Epheserbrief, dass Gott nach der Kraft, die in uns wirksam ist, noch weit mehr zu tun vermag, als wir nur bitten und verstehen können. Die Kraft Gottes manifestiert sich durch den Heiligen Geist, der alles vollbringt, alles verändert und alles neu macht! Jeder, der dies erkennt und erfährt, kann Gott dafür danken. Der Heilige Geist befähigt uns erst, dem Herrn ein beständiges Lob- und Dankopfer unserer Lippen darzubringen. Er entfacht das Feuer der Liebe immer wieder neu in unseren Herzen zu unserem Erlöser Jesus Christus. Er schenkt uns Glaubensmut, trotz Hindernissen vorwärts zu gehen und Menschenseelen zu unserem Herrn und Heiland zu führen.
Um diesen Segen zu empfangen, bedarf es eigentlich keiner so genannten Warte-Versammlungen oder anderer Voraussetzungen. Wer durch den Heiligen Geist die innere Gewissheit empfangen hat, ein Kind Gottes zu sein, darf im Glauben einfach hinzutreten und nehmen, was Gott ihm anbietet. Unser HERR ist ja hinaufgestiegen und hat uns gesegnet mit allen geistlichen Segnungen in der Himmelswelt, die in Christus Jesus vorhanden sind. So steht es in der Menge-Übersetzung.
An Pfingsten waren die Jünger einmütig beisammen. Ich möchte besonderen Nachdruck darauf legen, dass es heißt: „einmütig". Sie waren alle von demselben Verlangen erfüllt und deshalb waren ihre Augen nur auf die Einlösung der Verheißung Jesu Christi gerichtet. Gott hält immer, was er verspricht.
Da geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel, wie eines gewaltigen Windes, und erfüllte das ganze Haus, da sie saßen. Und es erschienen ihnen Zungen, zerteilt, wie von Feuer; und er setzte sich auf einen jeglichen unter ihnen und sie wurden alle voll des Heiligen Geistes und fingen an zu predigen in anderen Zungen, wie der Geist ihnen gab auszusprechen."
Dieses Erleben bringt eine Wende im Leben der Gläubigen. Das bewirkt der Täufer mit Heiligem Geist und mit Feuer! Er ist derselbe gestern, heute und in alle Ewigkeit. Wir machen keine Abstriche und verfälschen nicht das Wort Gottes, sondern unterwerfen uns ihm und nehmen an, was er uns zugesagt hat.
Diese Erfüllung schafft eine tiefe Freude und eine unsagbare Sicherheit, denn diese ständige Gegenwart Gottes bewirkt in den Herzen der Gläubigen ein siegreiches Leben. Welche Auswirkungen diese Erfahrung hat, sehen wir nach Pfingsten im Leben der Jünger. Vorher fürchteten sie sich öffentlich zu bekennen, dass sie Jünger Jesu waren. Aber nachdem sie an Pfingsten die göttliche Kraftausrüstung durch den Heiligen Geist erhielten, legten sie mit großer Kraft und Freudigkeit Zeugnis ab von der Auferstehung Jesu.
Mögen Hunderte oder gar Tausende kommen und ein anderes Evangelium verkünden, so können diese dennoch nicht die Gewissheit derer zunichte machen, die diese Kraftausrüstung durch den Heiligen Geist ebenso wie damals die Jünger an jenem Pfingstfest erfuhren.
Unlängst behauptete jemand, dass es solch eine Pfingsterfahrung heute nicht mehr gäbe. Der Geist Gottes komme in stillem, sanftem Säuseln. Ja, er kommt in sanftem, stillen Säuseln, aber er kommt auch im Sturmwind. Gott ist in seiner Offenbarungsweise souverän. Er kann handeln, wie er will. An Pfingsten kam er mit gewaltigem Brausen und bewegte die Stätte. Gewiss macht der eine diese und der andere jene Erfahrung. Es kommt darauf an, wie weit wir den Heiligen Geist in unserem Leben wirken lassen.
Zu Pfingsten erlebten alle Anwesenden das Gleiche! Dort wurde die Stätte bewegt und das Feuer Gottes fiel auf alle. Sie wurden erfüllt und redeten in neuen Sprachen, wie der Heilige Geist ihnen gab auszusprechen.
Suchen auch Sie diese Erfahrung durch den Heiligen Geist? Vertrauen Sie den Verheißungen Jesu und bitten Sie ihn um diese Kraftausrüstung durch den Heiligen Geist, dann haben Sie Sieg in Glaubenskämpfen und haben Kraft, der Sünde bei Anfechtungen zu widerstehen. Legen Sie alle Argumente und Vorurteile beiseite und bitten Sie Gott aufrichtig um diesen Segen. Sie brauchen sich nicht zu fürchten, etwas Ungöttliches zu empfangen.
Jesus sagte einmal (Lk 11,13): „Welcher ist unter euch Menschen, so ihn sein Sohn bittet ums Brot, der ihm einen Stein biete? - So denn ihr, die ihr doch arg seid, könnt dennoch euren Kindern gute Gaben geben, wie viel mehr wird der Vater im Himmel den Heiligen Geist geben denen, die ihn bitten!"
Quelle: Nach einer Rundfunkansprache von Siegfried Müller www.missionswerk.de
www.feldzeichen.de
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