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»Komm, folge mir nach...!« - Nur: wem?
Sprüche 1,8: Höre, mein Sohn, auf die Mahnung des Vaters, und die Lehre deiner Mutter verwirf nicht! Sie sind ein schöner Kranz auf deinem Haupt und eine Kette für deinen Hals. Mein Sohn, wenn dich Sünder locken, dann folge ihnen nicht, wenn sie sagen: Geh mit uns, wir wollen darauf lauem, Blut zu vergießen, ohne Grund dem Arglosen nachzustellen; wie die Unterwelt wollen wir sie lebendig verschlingen, Männer in ihrer Kraft, als wären sie dem Grab verfallen. Manch kostbares Stück werden wir finden, mit Beute unsere Häuser füllen. Wirf dein Los in unserm Kreis, gemeinsam sei uns der Beutel. Mein Sohn, geh nicht mit ihnen, halte deinen Fuß fern von ihrem Pfad! Denn ihre Füße laufen dem Bösen nach, sie eilen, Blut zu vergießen.
Diese Bibelworte sind für mich der Inbegriff des teuflischen, satanischen Jüngerschaftsprogramms. Da sind junge Leute, vielleicht auch ältere, die werden aufgefordert, sich an die sinnvollen Weisungen der Alten und Erfahrenen zu hängen, ihnen zu glauben und ihnen zu folgen. Und da sind die Anderen, die es gelüstet, einfach wild mit ihrer Kraft umzugehen, zu tun was sie selber wollen - aber andere sollen dafür die Zeche zahlen. Die Sünder sind die, welche vielleicht viel Kraft haben, aber sie haben kein Ziel. Sünde kann man mit, „Zielverfehlung“ übersetzen. Es sind Menschen ohne Sinn und Zweck, ohne Einsicht in Ewiges und Sinnvolles. Sie haben nur Kurzfristiges, den »schnellen Erfolg« im Kopf. Von solchen wird die Welt in unseren Tagen voll und voller. Heute ist es eine Tugend, zu raffen, reich zu werden, sich vom Kuchen seinen Teil abzuschneiden - man hat ja ein Anrecht darauf. Und tue ich es nicht, dann tun es die anderen - man muss sich ja regen! Und viele laufen dadurch den Anführern dieses Giertrends und der damit verbundenen Blutrünstigkeit nach.
Immer mehr verfallen die Werte in unserer Gesellschaft; Christen geben nicht mehr ihr Leben für ihren Herrn, sondern geben ihr Leben genauso dem Konsum, der Wellness und dem »spirituellen Wohlfühlfaktor«. Ein paar andere kämpfen sich religiös einen ab und denken, Gott so einen Gefallen tun zu können.
Jesus spricht ein anderes Wort von Nachfolge. Seinen Jüngern sagt er: »Folgt mir nach!«. Uns sagt er: »Macht zu Jüngern..., lehrt sie meine Worte zu halten und meine Gebote zu halten.....«(Mt. 28,19), Menschen sollen jemandem nachfolgen; sie wollen gerne lernen, Sinnvolles im Leben erleben und gute Grundlagen bekommen. Jesus ist daran interessiert, dass die Menschen seine Jünger werden, ihm nachfolgen und seine Gebote halten! Das ist das Programm Gottes - ein Programm der Liebe und Güte. Jesus will nicht Blut vergießen, um andere zu schädigen - er hat sein wertvolles Blut vergossen, dass es den Menschen möglich ist, von ihrer Schuld frei zu werden. Er hat sich hingegeben für viele; er hat sein Leben nicht geschont.
Jüngerschaft oder neudeutsch auch »Mentoring« sollen erfahrene Menschen, Jünger Jesu, tun und Unerfahrenen das vermitteln, von der Liebe weitersagen und sie auch leben, die Gaben des Jüngers helfen zu entwickeln, ihn zur einen Stärke in Jesus zu führen und befähigen, dass dieser seinerseits wieder andere im Glauben befähigen und stärken kann.
Dies ist nicht nur ein Weitergeben von Wissen, eine Schulung oder Seminar - das ist ein Prozess des Lebens-Teilens. Jüngerschaft geht nicht, ohne dass man sich kennen lernt - und trotzdem liebt. Sich offen und manchmal auch offensiv die Dinge sagt, die einem auffallen. Wir sind im Mentoring oder in der Jüngerschaft nicht nur irgendwie, um ein paar nette christliche Schmuseecken in unserem Leben einzurichten, sondern Jesus ähnlicher zu werden, Gottes Geist mehr Raum zu geben und unsere Gaben und letztlich unser ganzes Leben Gott dem Vater liebevoll hinzugeben.
Jesus hat eine peripatheische Schule mit seinen Jüngern gehabt. Er ist mit ihnen gewandert, hat mit ihnen unter freiem Himmel geschlafen oder war zu Gast in fremden Häusern. Er hatte eine intensive Lebensgemeinschaft mit ihnen. Drei Jahre intensives Jüngerleben - im inneren Kreis mit 12 Männern, und die Gabe des Heiligen Geistes, der die Jünger dann an alles erinnerte, hat es gebraucht um die Welt auf den Kopf zu stellen. Es ist so wichtig, in einer Zeit, in der das erstgenannte Muster oben aus den Sprüchen in der Gesellschaft und auch schon in der Gemeinde Jesu Priorität genießt, sich neu und radikal an die Gebote und die Vorgehensweise Jesu zu erinnern und diese konsequent zu praktizieren.
Es ist die Aufgabe der Gemeinde und der reiferen Christen, die unreifen und jüngeren zu fördern, zu helfen, dass sie in das Leben mit Jesus finden und stark darin werden. Dass sie letztlich das Ziel des Lebens, den eigentlichen Sinn jeden Lebens erkennen, nämlich Gott zu verherrlichen und mit ihm und gehorsam ihm gegenüber zu leben.
Packe das ganz persönlich an: Suche Dir einen Förderer, der Dir helfen kann in der Jüngerschaft Jesu zu wachsen. Bist Du schon weiter, so nimm jemanden bei der Hand und hilf ihm, dort zu bestehen, wo Du schon warst. Lass es konkret werden in Gottes Liebe. Dazu braucht es im Übrigen keine perfekten Menschen, aber welche, die ein »Ja!« zur Nachfolge haben.
Dabei wünsche ich euch Gottes reichen Segen.
Euer Daniel Syring
Zitat: Sünde = Zielverfehlung Für einen Großteil der Gesellschaft, in der wir heute leben -und leider auch für viele Menschen, die sich Christen nennen - gilt der Spruch: »Als wir unser Ziel verloren, verdoppelten wir da für die Geschwindigkeit«.
Quelle: Blickpunkt CZW
www.feldzeichen.de
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